Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

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100 Jahre Sehgeschädigtenerziehung

Im Jahr 1989 verfaßte der Verein für Sehgeschädigtenerziehung e.V. zum einhundertjährigen Bestehen seiner Einrichtung eine Festschrift. Diese wird hier vorgestellt. Die Einleitung:

Sehbehindertenzentrum Südbayern heute


Im Herbst 1983 wurde das Sehbehindertenzentrum Südbayern eröffnet. Auf dem 35.000 m² großen Gelände in München-Unterschleißheim ist eine freundliche Schul- und Wohnwelt entstanden. In ihr werden sehbehinderte Kinder auf ein selbständiges Leben vorbereitet. Das Zentrum besteht aus einer schulvorbereitenden Einrichtung, Grund- und Hauptschule, Real- schule, Beratungsstelle, Tagesstätte und einem Heim sowie Gemeinschaftshaus, Spielhaus, Sportanlagen und Schwimmbad.

Eine individuell gestaltete, aufgelockerte Architektur mit zweigeschossigen Ziegel- und Holzbauten, großzügig angelegten Grünflächen, sorgfältig durchdachten Details zur Orientierung im Innen- und Außenbereich und nicht zuletzt der geistige Hintergrund vermitteln eine Atmosphäre der Geborgenheit.

Hier können die Schüler in kleinen Schulklassen und Heimgruppen mit je durchschnittlich zehn Schülern durch Fachpersonal individuell betreut werden und sich mit ihrer Sehschädigung auseinandersetzen.


Sie sollen lernen, so viel zu sehen wie nur möglich und sich so weit zu beschränken wie nötig - eine sehr schwierige Leistung, die sie erbringen müssen, wenn die Entfaltung zur Persönlichkeit nicht Schaden leiden soll.

Zweck des Zentrums ist es, den personellen, räumlichen und sachlichen Rahmen bereitzustellen, um unseren jungen Sehbehinderten bei ihrer komplizierten Aufgabe möglichst individuell helfen zu können. Die Anlage ist deshalb bis ins Detail auf Sehen und die gebotene Zuwendung im Einzelfall abgestimmt.

Die beherrschende Front des Schulgebäudes besteht aus großen und hellen Fenstern. Die Arbeitstische können individuell beleuchtet, die Tischplatten verstellt und Haltungsschaden so vorgebeugt werden. Die Tafeln sind bis zum Boden herunterziehbar. Jeder kann alles von der Nähe aus betrachten. Auf dem Weg von der Schule zum Heim erinnern die drei Brunnenbecken an das Dreikreissymbol an der Pforte.




In drei Teilen wird der philosophische Hintergrund, die 100-jährige Geschichte und eine religiöse Abschlußreflexion dargelegt: