Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

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06.04. 2019 Alter: 246 Tage

Besuch im Jagd- und Fischereimuseum mit Führung von Herrn Kinzler am Aktivitätentag Mo 18.02.2019

Von: Brigitte Manca
Nach einem ausgiebigen Frühstück, machte sich die Gruppe auf den Weg nach München: S-Bahnfahrt, 3 Rolltreppen und ein kleiner Fußmarsch brachten uns ins Jagd- und Fischereimuseum, wo wir bereits erwartet wurden.
…wir tasten einen Hasen ab.

Herr Kinzler begleitete uns zu einer Gruppe von Waldtieren und stellte uns diese vor. Dann durften sich alle Kinder  ein eigenes „Bild“ machen und die Tiere streicheln, betasten, erkunden:  Murmeltier, Dachs, Kaninchen, Fuchs, Wildschwein, Hirsch, Reh und Rehkitz, Marder, Mäusebussard, Ente. Von manchen Tieren konnten wir auch ihre typischen Geräusche hören (pfeifen, grunzen, röhren…), Besonderheiten kennenlernen wie dicker, buschiger Schwanz, Krallen, Pfoten, Hufe, Fellarten, Federn usw. Es war eine besonders schöne Erfahrung.

Danach brachte uns Herr Kinzler zu einer nachgebildeten Menschengruppe aus der Steinzeit, die dabei war, Feuer anzuzünden. Die Kinder durften auch hier fühlen und konnten so feststellen, dass alle nackt waren, bis auf einen Lendenschurz aus Fell. Wir beschäftigten uns damit, wie Kleidung wohl hergestellt wurde und welche Werkzeuge es gab. Herr Kinzler ließ alle Teilnehmer versuchen, Fell (Stoffe) mit spitz bearbeiteten Steinen (Messer) zu teilen. Jede/r konnte so eindrucksvoll erleben, wie schwierig und aufwendig das Herstellen von Kleidung zu der Zeit war.

Anschließend wurde uns mit einer Eichelkapsel und einem Kuhhorn vorgeführt, dass damit Töne entstehen können, die zur Verständigung während der Jagd dienten. Auch die Weiterentwicklung zum Jagdhorn, das es bis heute gibt, wurde uns gezeigt. Insgesamt gibt es 5 Töne, die sich zu Melodien reihen lassen, die jeweils eine besondere Bedeutung haben. Auch einige unserer Kinder brachten ordentliche Töne aus dem Horn hervor, bravo.

Es ging weiter zu einer kleinen Sandkiste. Dort konnten wir Fußabdrücke verschiedener Tiere untersuchen und die Abdrücke in den Sand setzen. Herr Kinzler erklärte uns, wie die Tiere laufen, so dass sich aus dem Abdruck und dessen Verlauf erkennen lässt, welches Tier dort gelaufen ist (Ente watschelt, Hase hoppelt, Fuchs schnürt…).

Dann kamen wir noch zu Fischen, um etwas über deren Lebensweise zu erfahren. Mit ganz einfachen Haken an Angelruten durften wir verschiedene Exemplare angeln.  Außerdem lernten wir, wie Fisch transportiert werden kann, ohne zu verderben: es gab ein durchlöchertes „Beischiff““, um lebendigen Fisch zu transportieren, ansonsten werden bis heute das Trocknen und das Salzen zum Konservieren verwendet.

Wir bedankten uns für die besondere Führung durchs Museum und versammelten uns noch zu einem Gruppenfoto beim bronzenen Wildschwein vor dem Museum. Zurück im SBZ gab es noch eine kulinarische Stärkung. Wir fassten unsere Erlebnisse zusammen und jede/r bekam zum Andenken ein Wald-Minitier.

Versuche auf dem Jagdhorn
Herr Kinzler erzählt spannende Geschichten
…da hören wir gerne zu.
…unsere „Truppe“  mit Wildschwein vor dem Jagdmuseum.