Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

Impressum
Datenschutz

Hauptnavigation

Klassen zur Lernförderung

Sofern es die Schülerzahlen ermöglichen, werden für Schüler mit zusätzlichem Förderbedarf im Lernen eigene Klassen gebildet. Diese sind in der Regel jahrgangsübergreifend.

Lehrplan

Grundlage für den Unterricht ist der Rahmenlehrplan Lernen, der in der Umsetzung für sehbehinderte und blinde Schüler jeweils entsprechend adaptiert wird. Der differenzierte Unterricht baut auf vorhandenen Stärken auf und berücksichtigt den individuellen sonderpädagogischen Förderbedarf des einzelnen Schülers.

Leistungsbewertung

In den L-Klassen werden keine Noten erteilt. Auf Antrag der Eltern können in den Jahrgangsstufen 3 und 3 sowie 8 und 9 Ziffernnoten gegeben werden. Grundlage für die Bewertung ist dann allerdings der Lehrplan für die Grundschule bzw. das sogenannte Kompetenzraster für die 8. und 9. Jahrgangsstufe, das sich verstärkt an den Inhalten der Mittelschule orientiert.

Durchlässigkeit

Bei guten schulischen Leistungen besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Rückführung in die entsprechende Regelklasse der Grund- oder Mittelschule. Dazu werden zunächst intensive Beratungsgespräche mit den Eltern und auch den Schülern selbst geführt und anschließend in einer mindestens vierwöchigen Probezeit in der entsprechenden Regelklasse die Leistungen des Schülers beobachtet. Dabei werden auch Leistungskontrollen mit einbezogen. Nach einem abschließenden Beratungsgespräch wird entschieden, ob der Schüler in die betreffende Regelklasse wechseln kann.

Schwerpunkte in den Grundschulstufen 3 und 4

  • Individuelleres Vorgehen in der Unterrichtsplanung und –gestaltung
  • Berücksichtigung des jeweiligen Lern- und Arbeitstempos sowie ggf. weiterer Bedürfnisse
  • Arbeit mit individuellen Wochenarbeitsplänen für die Schüler
  • Noch stärker materialgeleitetes Lernen

Schwerpunkte in den Jahrgangsstufen 5 und 6

  • Verstärkt Unterricht in praktischen Fächern, z. B. Hauswirtschaft, Werken/Textiles Gestalten, Kunsterziehung
  • Erstes Kennenlernen und Verstehen von Arbeitsprozessen

Berufs- und arbeitsweltbezogene Orientierung in den Jahrgangsstufen 7-9

  • Förderung der sozialen Kompetenz
  • breites Angebot im Berufswahlvorbereitenden Förderunterricht „Berufs- und Lebensorientierung“ (BLO) mit intensiven Arbeiten in der schuleigenen Werkstatt* (Holz- und Metallbearbeitung) sowie in den Bereichen Farbgestaltung, Gartenarbeit; [* Die Arbeit in der Werkstatt ist aus Sicherheitsgründen nur für Schüler mit ausreichendem Sehvermögen erlaubt.]
  • erweiterte Praktikumsphase zur Erprobung der eigenen Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in unterschiedlichen Betrieben und Rehabilitationseinrichtungen mit spezifischen Förderkonzepten
  • in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt werden realistische Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten aufgezeigt und geplant
  • Schüler der 9. Klasse haben bei entsprechenden Leistungen die Möglichkeit, durch Ablegen einer Abschlussprüfung verschiedene Formen eines schulischen Abschlusses zu erlangen:
    • Erfolgreicher Abschluss im Bildungsgang Lernen (Prüfungsinhalte orientieren sich an den Inhalten des Rahmenlehrplans Lernen)
    • Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule (Prüfungsinhalte orientieren sich am Kompetenzraster der 9. Jahrgangsstufe)
    • Individueller Bildungsabschluss (ohne Prüfung)