Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

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Gedicht zum Dreikreissymbol von P. F. Setzer SJ

"Endliches und Ewiges Sein"

Oh Mensch, gib acht, was hier in diesem Bild für dich erdacht!
Der Augenblick, den du jetzt weilst, verglühet in der Nacht,
und doch bleibt ewig wahr, daß jetzt dein Aug‘ dies Bild erblickt,
und du, oh Mensch, mit deinem Augenblick in dieses Zeichen bist gefügt.

Doch auch dies Zeichen selbst zerbricht wie‘s Leben hier und jetzt.
Der Wahrheit Ewigkeit viel tiefer uns in jenen Grund versetzt,
der selber ewig, uns unergründlich, uns mit Seinem Auge schaut
Ohn‘ diesen tiefen, ew‘gen Grund wär' alles nur auf nichts gebaut 

Ohn IHN gäb‘s nicht den Augenblick, den du jetzt kennst.
Doch gibt es ihn! - auch wenn dein Herz dich drängt,
zu fragen, was ER, der Ew‘ge sagt zu dir und deiner Not.
Mein Freund, im Zeichen aller Zeichen GOTT dir die Antwort bot.

"Kreuzeswissenschaft"

Im Kreuz spricht ER sich aus, darin leibhaftig ER bezeugt,
daß er dich liebt, liebt bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz!
Doch Gottes toten Leib muß auch ein Grabtuch lassen mit dem Licht;
denn starb am Kreuz der Mensch, GOTT und die Liebe starb dort nicht! 

Geliebter du, sieh her: im schauend Herzen du dich selbst erkennst,
wie dich und uns des Ew‘gen Auge sieht und sich im Kreuz uns schenkt.
So du IHN schaust und dich IHM schenkst, ist ER in dir und du in IHM.
Daß immer dem so sei, das ist des Kreuzmahlzeichens tiefster Sinn. 

Des Augenblickes Jetzt verglüht. Was ewig ist, erhellt die Nacht.
Gehst du nun fort mit uns, die wir mit dir dies Bild bedacht?
Die Finsternis ist unser Weh und unsere Pein in dieser Zeit.
Doch Weh spricht: Vergeh! und Raum bleib nur
für Licht und nur für tiefe, tiefe Ewigkeit.