Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

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Edith Stein – die Namenspatronin unseres Zentrums

Edith Stein
  • geboren am 12. Oktober 1891 in Breslau
  • ermordet am 9. August 1942 in Auschwitz

Edith Stein wurde als Jüdin geboren, bezeichnete sich jedoch schon in früher Jugend als Atheistin und kam schließlich über das Studium der Philosophie und Phänomenologie zum Christentum.

Was aber hat die Jüdin und Ordensfrau Edith Stein mit Sehbehinderten und Blinden zu tun?

Es wird heute sehr viel über die Integration behinderter Menschen gesprochen. Edith Stein war nicht behindert, aber trotzdem nicht in die Gesellschaft integriert – weder als Frau, noch als Wissenschaftlerin, noch als Jüdin. Trotzdem hat sie durch die Kraft des Glaubens eine starke Persönlichkeit entwickelt. Dies zeigte sich in der Gaskammer von Auschwitz, wo sie bis zuletzt ihren Mitgefangenen Trost zusprach. Dies zeigt sich auch in der Heiligsprechung und in der Würdigung durch einen Platz in der Walhalla.

Viele bewegende und tiefe Worte von Edith Stein sind uns überliefert. Vielleicht können einige der folgenden auch für uns heute Wegweiser sein:

Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott,
ob es ihm klar ist oder nicht.


Wohin Gott uns führt, wissen wir nicht.
Wir wissen nur, dass er uns führt.


Gott legt uns keine Prüfung auf, ohne uns
zugleich die Kraft zu geben, sie zu ertragen.


Das Leben habe ich erst lieben gelernt,
seit ich weiß, wofür ich lebe.


Ich glaube, Sie können den andern am besten helfen,
wenn Sie sich möglichst wenig darüber den Kopf zerbrechen,
wie Sie es tun sollen,
sondern möglichst unbefangen und fröhlich sind.


Lass blind mich, Herr, die Wege gehn,
die Deine sind.
Will Deine Führung nicht verstehn,
bin ja Dein Kind.
Bist, Vater der Weisheit, auch Vater mir.
Führest durch Nacht Du auch,
führst doch zu Dir.

Maria Setzer