Sehbehinderten- und Blinden-Zentrum Südbayern

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SCHULPROFIL DES FÖRDERZENTRUMS

Mit ihrem Förderzentrum bietet die EDITH-STEIN-SCHULE blinden und sehbehinderten Schülern  aus Südbayern (Niederbayern, Oberbayern und Schwaben) eine fundierte vor-schulische Förderung in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), eine nach blinden- und sehbehindertenpädagogischen Grundsätzen orientierte breite schulische Ausbildung in der Grund- und Hauptschulstufe sowie eine intensive Berufswahlhilfe beim Übergang Schule-Beruf.

In der SVE werden Kinder ab dem Alter von 3 Jahren gefördert und auf den Eintritt in die Schule vorbereitet.

Die Verlängerung der Grundschulzeit von 4 auf 5 Jahre Grundschulzeit trägt dem Bedürfnis blinder und sehbehinderter Schüler nach zusätzlicher Förderung (u.a. in der Bewegungs-erziehung, in Orientierung und Mobilität sowie in lebenspraktischen Fertigkeiten) Rechnung.

Die 5jährige Grundschule bereitet die Schüler auf den Übertritt in die Hauptschule, die Realschule und das Gymnasium vor.
Die EDITH-STEIN-SCHULE als privates Förderzentrum kooperiert dabei sowohl mit weiter-führenden Spezialschulen im Förderschwerpunkt Sehen als auch mit allgemeinen Schulen.

Es findet gemeinsamer Unterricht von blinden und sehbehinderten Schülern statt. Zu einem gesetzlich geregelten Prozentsatz können auch Schüler ohne sonderpädagogischen Förder-bedarf in das Förderzentrum aufgenommen werden.

In unserem Förderzentrum können die Schüler den Hauptschulabschluss und den Qualifizierenden Hauptschulabschluss (QA) erlangen.

Die Vorbereitung auf das Berufsleben erfolgt in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit intensiv und praxisnah.

Grundlage der schulischen Förderung bilden die jeweils allgemein gültigen Bayerischen Lehrpläne für die Grund- und Hauptschule in der Adaption für den Förderschwerpunkt Sehen.

Schüler mit weiterem Förderbedarf werden in zusätzlichen Klassen im Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet.

Wir unterstützen und begleiten unsere Kinder und Jugendlichen, sich zu selbständigen Persönlichkeiten zu entwickeln und ein eigenverantwortliches Leben zu führen.

Durch individuelle Förder- und Differenzierungsmaßnahmen im Unterricht werden die Stärken der Schüler weiter entwickelt und Schwächen ausgeglichen.

Die Lehrkräfte des Förderzentrums kooperieren bei ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit eng mit den Eltern sowie den Kollegen im zentrumseigenen heilpädagogischen Heim, Tagesstätte und den Fachdiensten.

In Zusammenarbeit mit den Fachdiensten (O&M, LPF, Psychologie, Low Vision) werden die individuellen Begabungen und Fähigkeiten der Schüler gefördert und bei Schwierigkeiten adäquate Hilfen eingeleitet.

Gemeinschaft, Leistung, Selbständigkeit und Freude sind die leitenden Ziele unserer pädagogischen Arbeit.

Unsere Leitsätze und das Schulprogramm bilden die Grundlagen unseres Handelns.

Schule und Unterricht

Der Unterricht in unserer Grund- und Hauptschule orientiert sich auf der Basis amtlicher Lehrpläne vor allem an Grundprinzipien der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. Dadurch wollen wir sicherstellen, dass wir den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sind und die Schüler bestmöglich fördern. Die Lehraktivitäten haben neben der Wissens-vermittlung vor allem auch die Vermittlung von Methodenkompetenz und Schlüsselqualifi-kationen gleichrangig zum Ziel. Den besonderen Bedürfnissen blinder und sehbehinderter Schüler kann durch einen speziellen Förderunterricht Rechnung getragen werden.

Der breit gefächerte Wahlunterricht bietet den Schülern die Möglichkeit zur Erprobung und Vertiefung ihrer Fähigkeiten, Kenntnisse und Interessen.

  • Musikalische Frühförderung in der SVE
  • Schulchor
  • Instrumentalunterricht (einzeln/in Kleingruppen)
  • Schulband
  • Braille-Vollschrift für Blinde und hochgradig Sehbehinderte
  • Braille-Kurzschrift für Blinde und hochgradig Sehbehinderte
  • Braille-Musiknotenschrift für Blinde und hochgradig Sehbehinderte
  • Förderunterricht Laptop mit Braillezeile
  • AG Streitschlichter

Gemäß den Vorgaben des bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus betragen die Höchstzahlen für die Klassenbildung im Förderschwerpunkt Sehen bei Klassen mit blinden Schülern = 10 und bei Klassen mit sehbehinderten Schülern = 13.

Die Lehrkräfte an unserem Förderzentrum besitzen zu einem überdurchschnittlichen Prozentsatz die sonderpädagogische Qualifikation für den Förderschwerpunkt Sehen und darüber hinaus auch weitere Qualifikationen in anderen Förderschwerpunkten. Dies führt zu einem hohen blinden- und sehbehindertenpädagogischen Niveau in der Bildungs- und Erziehungsarbeit an unserem Förderzentrum UND im Rahmen des Mobilen Sonderpädagogischen Dienstes (MSD) an allgemeinen Schulen.

Schule und Fachdienste

Durch das Angebot der Fachdienste werden Schüler in ihrer persönlichen Entwicklung besonders gefördert und gestärkt. Zu den Fachdiensten gehören insbesondere:

  • Fachdienst für Low-Vision, Orthoptistin
  • Fachdienst für Orientierung und Mobilität (O&M)
  • Fachdienst für Lebenspraktische Fertigkeiten (LPF)
  • Fachdienst Berufswahlhilfe
  • Psychologischer Fachdienst

Schule und Umwelt

Die Schüler sollen während ihrer Lebensphase an unserer Schule zunehmend zu eigen-ständigem Umweltbewusstsein erzogen und zu einem verantwortlichen Umwelthandeln angeregt werden. Wir wollen sie anleiten, umweltpolitische Entwicklungen wahrzunehmen und sie befähigen, sich aktiv und verantwortlich zu beteiligen.

Schule und Gesundheit

Gesundheit ist ein hohes Gut, das auch in der Schule einen wichtigen Stellenwert haben soll. Ein Aspekt ist dabei die gesunde Ernährung, ein anderer die Bewegungserziehung. Auch das Schaffen einer positiven Lern- und Arbeitsatmosphäre für Schüler und Lehrkräfte ist eine wichtige Aufgabe im schulischen Alltag. Die Edith-Stein-Schule wird deshalb ab dem Schul-jahr 2011/12 am Bayerischen Landesprogramm "Die gute gesunde Schule" teilnehmen.

Schule und Verein

Das SBZ kooperiert seit Jahren mit Sportvereinen in der näheren Region und eröffnet blinden und sehbehinderten Schülern eine über die Schulzeit hinausreichende Vorbereitung auf gesellschaftliche Teilhabe im sportlichen Bereich.

  • Stützpunktschule für Schwimmen, Leichtathletik, Goalball
  • Partnervereine: SV Lohhof, Post SV München

Schule und Integration

In den Mobilen Sonderpädagogischen Diensten (MSD/MSH) betreuen in der Regel Heil- und Sonderpädagogen blinde und sehbehinderte bzw. visuell wahrnehmungsgestörte Schüler wohnortnah in Familien, Kindergärten und Schulen. Sie unterstützen die Schüler mittels Diagnostik, Förderung und Beratung und helfen den geeigneten Lern- bzw. Förderort zu finden. Im schulischen Kontext beraten die Lehrkräfte nicht nur die Schüler selbst, sondern auch Eltern, Erzieher und Lehrkräfte.

Darüber hinaus arbeiten MSD/MSH mit Augenkliniken, Augenärzten, Psychologen, Gesundheits- und Jugendämtern sowie anderen Fachdiensten partnerschaftlich und interdisziplinär zusammen.